BOTTARGA

 

BOTTARGA

home
Bottarga
Rezepte


Preise

Anfrage

Kontakt


 

-> Bottarga

   La “buttariga” in der sardischen Landessprache genannt, eine mittlerweile international bekannte Spezialität hat ihren Ursprung von den Fischern des Ortes Cabras bei Oristano, sie fischten den fettreichen und geschmackvollen Fisch „Muggine“ (Meeräsche) entlang der Küste im Norden des Golfs von Oristano. In dem Zeitraum Ende Juni und dem gesamten Juli ist die ertragreichste Zeit für den “Kaviar” der Meeräsche, um Bottarga herzustellen. In diesen Monaten sucht die “Meeräsche“ des Mittelmeers, auch Cefalo genannt, die optimale Stelle zur Vermehrung, natürlich reich an Fischeiern, das Grundprodukt um Bottarga herzustellen.Man nimmt die größten Fische aus dem Fang, und öffnet durch einen langen Schnitt längs des Bauchs den Fisch.

Mit den Händen wird dann die Fischeier mitsamt ihrem Behälter gelöst. Dies mit äußerster Vorsicht um keine Beschädigungen am Membran zu verursachen. Dieser „Behälter“ wird dann luftgetrocknet und man erhält das Basismaterial zur Herstellung von Bottarga. Dann wird dies in einen großen tiefen Teller mit einer Salzlösung getaucht (1 Löffel Meersalz auf ½ Liter Wasser). Das Membran wird dann vorsichtig gelöst, ohne es zu beschädigen oder zu teilen, dann bleibt der Bottarga zwei Tage in dieser Salzlösung. Falls die Salzlösung von der Menge her nicht ausreicht um den Bottarga abzudecken, wird weitere Salzlösung immer im Verhältnis 25g Salz auf 500 ml Wasser zugefügt.. Nach zwei Tagen haben wir dann die Säckchen sauber in weißer Farbe vorhanden. Diese werden dann unter Druck zwischen zwei Tellern oder Brettchen ca. drei Tage mit steigendem Druck luftgetrocknet.

Dies bis der Bottarga seine endgültige flache längliche Form erhält. Zum Schluß wird dann ein Wollfaden am spitzen Ende mit einer Nadel eingefädelt um dann den fertigen Bottarga an einer gut belüfteten geschützen Stelle aufzuhängen. Nach einigen Monaten  ab November ist er dann fertig zum Verzehr..


In der Vergangenheit wurde dann eine Stearinkerze zur Konservierung benutzt, dies war praktisch eine vorgeschriebene Anwendung in Cabras, ist aber nicht unbedingt nötig gewesen, und heutzutage durch das Verschwinden aus dem Handel dieser Kerzen auch nicht mehr angewandt.

Die sardische Bevölkerung bot den Bottarga in großen Stücken zum Verzehr an, er wurde wie Schokolade gegessen, dazu ein Stück Weißbrot aus Hartweizengrieß und einen guten Schluck des bekannten Wein “Vernaccia”, am besten junger Wein aus der letzten Weinernte.
Heutzutage finden wir ihn in ganzen Stücken oder gerieben im Handel.
Die gefangenen Meeräschen, die zur Produktion von Bottarga ausgenommen wurden, werden als Fischgericht (Hauptspeise) zubereitet, hier ist die Fischsuppe beliebt, Meeräsche in weißer Weinsoße, mariniert oder frittiert.
Dann haben wir noch eine Spezialität für die heißen Tage, an denen der Fisch kalt gegessen wird.
„Sa Merca„ heißt das Gericht, hier wird die Meeräsche in einer starken Meersalzlösung eingelegt und gekocht, dann auf einem speziellen wildem Sumpfgras der Zone („Sa Zibba“, obione portulacoides) gelagert, um eine perfekte Langzeitkonservierung zu erreichen, kalt serviert und als Hauptgericht gegessen.

bottarga

 
 
© M.T.PUBLISHER 2003